Dein Einstieg in den Handel der Zukunft: Kauffrau oder Kaufmann im E-Commerce werden!

Das neue Longsleeve, der Hoodie, die Kopfhörer für das Smartphone – lauter Dinge, die heute nicht mehr nur im Laden, sondern auch im Internet gekauft werden. Die Tipps dafür bekommst Du über Facebook oder Instagram, und die Tickets für das nächste Concert hast Du online gebucht und auch gleich noch den Lead-Song runtergeladen.

Dass das alles so einfach funktioniert, dafür sorgen E-Commerce-Kaufleute. Sie machen es möglich, dass die Kunden alle Informationen zu den Produkten oder Dienstleistungen online finden und so ihre Fragen beantworten können. Sie spüren Trends auf und finden die Bestseller der nächsten Saison, weil sie die Nachfrage im Internet und in den Social Networks beobachten und mit der Einkaufsabteilung daraus Sortimente gestalten. Und sie organisieren die schnelle Lieferung oder auch Retoure, damit der Spaß beim Online-Shopping erhalten bleibt.

Wenn Du also einen Beruf suchst, bei dem Du sowohl kreativ als auch analytisch sein kannst, bei dem Du gleichermaßen mit Menschen und neuester Technologie umgehen lernst, und in dem Du am Ende eine sichere Karriere in digitalen Geschäftsfeldern einschlagen wirst – dann informier Dich hier über den neuen Ausbildungsberuf!

Bei E-Commerce denkt man schnell an den Onlineshop, in dem Mode, Bücher, Möbel oder Technik gekauft wird. Aber E-Commerce ist viel mehr - und E-Commerce-Kaufleute können in einer großen Vielzahl von Branchen arbeiten und von ganz unterschiedlichen Betrieben ausgebildet werden:

  • Reiseveranstalter verkaufen im Internet Pauschalurlaube und bieten Dir an, vom Mietauto bis zur Fotosafari Extras online zu buchen. Möglich wird das durch E-Commerce.
  • Entertainment - ob Konzerte, Online-Spiele oder das Ticket für ein Escape-Game: eine Vielzahl von Dienstleistungsunternehmen findet heute schon Kunden im Internet, und arbeitet da gar nicht viel anders als Dein Lieblings-Modeshop.
  • Vom Stahlträger über Chemikalien oder Automobile bis zur Werkzeugmaschine nutzen Industriebetriebe heute E-Commerce-Prozesse, um ihren Kunden reibungslose Produktion zu ermöglichen. Denn überall finden die Menschen auf Websites genau die Informationen, die sie für eine Kaufentscheidung benötigen.


Das bedeutet für Dich: Als E-Commerce Kauffrau oder E-Commerce Kaufmann hast Du eine krisenfeste Ausbildung, die immer neue spannende Berufswelten für Dich öffnet.

So sieht Dein Arbeitsalltag aus

Im Rahmen Deiner Ausbildung durchläufst Du unterschiedliche Bereiche. Allen gemein ist der hohe Anteil an Arbeit, die am Computer und mit Kommunikationsmedien erfolgt; außerdem arbeitest Du fast immer in Teams, in denen Aufgaben klar verteilt werden.

In der Regel beginnt der Tag damit, wichtige Kennzahlen wie z.B. Umsatz, Klicks, Retouren der vergangenen 24 Stunden zu analysieren: Gibt es auffällige Veränderungen? Da E-Commerce keinen Ladenschluss kennt, gehen besonders in den Abendstunden noch viele Bestellungen ein; diesen wiederum sind eine viel größere Zahl an Besuchen von Online-Nutzern in den Online-Vertriebskanälen Deines Unternehmens vorangegangen. Es gibt also viele wertvolle Daten und Informationen, mit denen Du sofort weiterarbeiten kannst.

Jeder Bereich hat seine eigenen wichtigen Kennzahlen, die Du im Rahmen der Ausbildung kennen und interpretieren lernst. Sie bilden die Grundlage, um solche Waren oder Dienstleistungen anzubieten, die die Menschen wirklich interessieren. Du wirst bald selbständig über die Kennzahlen in Deinem Bereich berichten und vorschlagen, wie diese verbessert werden können. Dazu kommt das Team regelmäßig zusammen. Auch Projekte werden in dieser Form bearbeitet.

Dabei kommt die Kreativität nicht zu kurz. Denn natürlich verkaufen Zahlen keine Bücher, Mode, Werkzeuge, Reisen oder Konzert-Tickets. Dafür brauchst Du Texte, Bilder, Töne und Videos. E-Commerce-Kaufleute sprechen hier vom "Content", dessen Erstellung Du organisierst. Die Kennzahlen verraten Dir dabei sehr schnell, welche Arten von Inhalten die Nutzer in einem E-Commerce- oder Werbekanal besonders schätzen.

Als E-Commerce-Kauffrau oder E-Commerce-Kaufmann arbeitest Du selbständig in Deinem Aufgabenbereich. Du bedienst jeweils die dort eingesetzten Software-Programme und dokumentierst den Arbeitsfortschritt. Häufig stimmst Du Dich mit anderen Abteilungen und externen Partnern ab – auch wenn Du vor dem Bildschirm arbeitest, erfordert der Beruf von Dir die Fähigkeit, mit anderen umzugehen und Eure Arbeit abzustimmen.

Da der größte Teil der Arbeit im E-Commerce von Systemen und Maschinen ausgeführt wird, die Du bedienst und einstellst, können die Betriebe im E-Commerce-Bereich mit einer Fünf-Tage-Woche und regulären Arbeitszeiten auskommen. Typisch ist jedoch, dass zu besonders intensiven Projektphasen flexibel gearbeitet wird. Dabei richtet sich der Betrieb dann auch nach der Zeit, in der die Kunden sich am intensivsten mit dem Online-Angebot auseinandersetzen. Wenn das Unternehmen auch außerhalb Europas aktiv wird, kann dies auch einmal später am Abend oder früher am Morgen der Fall sein.

Die gute Seite an dieser typischen Arbeitsform in der Digitalisierung: Du kannst in der Regel auch von unterwegs eine Vielzahl von Tätigkeiten überwachen oder ausführen und bist nicht gezwungen, ausschließlich im Büro zu arbeiten.

Darum erst Ausbildung, später Studium

Die duale Berufsausbildung ist speziell im E-Commerce der ideale Einstieg in ein Feld, in dem Praktiker begehrt und häufig bei Einstellungen bevorzugt werden. Denn aufgrund der schnellen Veränderung der Technologien und Prozesse können die Universitäten deutlich schlechter als in anderen Branchen für die Praxis qualifizieren. Zudem steigt der Fachkräftebedarf für digitale Geschäftsfelder in den kommenden Jahren deutlich an, da viele Wirtschaftszweige erst jetzt beginnen, sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung zu beschäftigen.

Dies hat auch zur Folge, dass E-Commerce ein besonders „durchlässiger“ Beruf ist, in dem man auch ohne akademische Abschlüsse rasch Führungspositionen erreichen kann.

Die duale Ausbildung erlaubt es, vom ersten Tag an eigenes Geld zu verdienen und später im dualen Studium neben dem Beruf auch akademische Titel zu erwerben – sogar ohne die allgemeine Hochschulreife.

Das verdienst Du als Azubi

Das Gehalt der Auszubildenden orientiert sich jeweils an dem, was die Tarifverträge vorsehen, denen der Ausbildungsbetrieb unterliegt. Betriebe, die selbst nicht tarifgebunden sind, orientieren sich häufig daran. Dennoch kann der einzelne Betrieb davon abweichen. Außerdem unterscheidet sich das Gehalt nach dem Standort des Unternehmens - maßgeblich zwischen Ostdeutschland und Westdeutschland.

In den meisten ausbildenden Betrieben in Groß- und Einzelhandel sowie im Tourismus liegt das Gehalt im 1. Ausbildungsjahr bei ca. 750 Euro pro Monat, im 2. Ausbildungsjahr bei 830 Euro pro Monat und im 3. Ausbildungsjahr bei ca. 1000 Euro pro Monat.

Und nach der Ausbildung?

E-Commerce ist eine Branche, in der Fachkräfte begehrt sind. E-Commerce-Kaufleute können sich also auf attraktive Konditionen freuen, die neben dem Gehalt oft weitere Bausteine enthalten.

Du hast beste Karrierechancen: So geht es aufwärts im E-Commerce

In den vergangenen Jahren ist der Umsatz im Onlinehandel Jahr um Jahr um mehr als 10 Prozent gewachsen. Und doch liegt er gerade erst bei knapp 12 Prozent. Gerade einmal einer von zehn Käufen findet online statt. Und viele Bereiche - wie etwa der Lebensmittelhandel - beginnen gerade erst, im großen Stil E-Commerce zu nutzen.

Und wie ist es mit dem Großhandel oder der Industrie, mit Banken, Versicherungen oder der Touristik? Der Bedarf an Fachkräften für digitale Geschäftsmodelle wächst in allen Bereichen der Wirtschaft.

Die E-Commerce-Kaufleute sind der erste duale Ausbildungsberuf, der genau auf diese Transformation ausgerichtet ist.

Daher stehen Dir nach Ausbildung sichere Arbeitsplätze in Deinem Betrieb, aber auch in zahlreichen anderen Branchen und Unternehmen zur Verfügung.

Nach einigen Jahren Berufspraxis kannst Du eine Fortbildung zur Fachwirtin oder zum Fachwirt im E-Commerce machen. In dieser Zusatzqualifikation lernst Du, in digitalen Geschäftsfeldern Teams zu führen und übergreifende Veränderungsprozesse zu gestalten. Der Fachwirt entspricht damit dem, was im Handwerk die Meisterprüfung bedeutet. Gegenüber einem Studium ist er sehr stark an der E-Commerce-Praxis ausgerichtet und bietet Qualifizierung für das mittlere Management.

Darüber hinaus steht Dir das akademische Studium offen. Etliche Universitäten bieten mittlerweile duale, also berufsbegleitende Studiengänge mit Bachelorabschluss und anschließend auch mit Masterabschluss an. In diesen erwirbst Du in größerem Umfang theoretisches Fachwissen, das Dir hilft, auch Unternehmen als Ganzes durch tiefgreifende Veränderungsprozesse zu führen. Damit zielt die Ausbildung auf der Hochschule auf die höhere Management-Ebene.

Hier findest Du eine Broschüre der IHK Bayern, in der die Karriere nach der Ausbildung erläutert wird.

Du solltest E-Commerce-Kauffrau oder E-Commerce-Kaufmann werden, wenn...

  • Du Spaß am Umgang mit dem Internet und keine Berührungsangst mit Software und Technologie hast
  • Du Deine Leistung gerne verbesserst und nachrechnest, was Erfolg gebracht hat und was nicht
  • Du in Wort und Bild Produkte und Dienstleistungen beschreiben kannst, so dass andere Lust bekommen, sich damit zu beschäftigen
  • Du immer wieder neue Herausforderungen schätzt und sie mit neuen Lösungsansätzen zu meistern versuchst.

Du solltest nicht E-Commerce-Kauffrau oder E-Commerce-Kaufmann werden, wenn...

  • Du den Umgang mit Zahlen und Statistiken hasst.
  • Du lieber Waren anfassen und im direkten Gespräch an Kunden verkaufen willst.
  • Du den Onlinehandel als unpersönlich empfindest und Ladengeschäfte eher Dein Ding sind.
  • Du gleichbleibende Tätigkeiten bevorzugst und möglichst rasch auslernen willst.